Brunn am Wald

Wasserschloss

Die Zwettler Chronik erwähnt bereits 1172 das Schloss Brunn. Im 13. Jahrhundert sind die Kuenringer zu Dürnstein Besitzer, wahrscheinlich bis 1355. Dann häufiger Besitzerwechsel. Johann Hartmann von Trautmannsdorf erbaute das Wasserschloss 1584 neu.[1] Im 18. Jahrhundert hatten das Schloss und Herrschaft Brunn unter Grafen Herberstein die glanzvollste Zeit. Von 1810 - 1934 zeigte sich die Familie Ehrenfels als Eigentümer, die einen weltberühmten Philosophen in ihren Reihen hatte, Christian von Ehrenfels, Begründer der Gestaltlehre. In den Fünfzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts wurde die Herrschaft aufgelöst und die Gründe bewirtschaften heute die Landwirte der Umgebung. Nach neuerlichen Besitzerwechsel bleibt eine zusammenhängende Waldfläche von rund 110 ha übrig, welche die Unternehmerfamilie Franz Malaschofsky aus Krummnussbaum seit 1977 ihr Eigen nennt. Diese Firma betreibt auch noch den Steinbruch bei Lichtenau, welche den unverwechselbaren „Wachauer Marmor“ abbaut. Das Schloss wurde 1996 von der Ärztefamilie Schwanzer gekauft und umfassende Renovierungsarbeiten begonnen. Die Außenrenovierung konnte 2006 abgeschlossen.[2]

 
 Brunn am Wald - Wasserschloss, © Andreas Krendl 2019

Adresse

Brunn am Wald 1, 3522 Brunn am Wald

Koordinaten

48°29'50.87"N 15°24'35.75"E

Karikaturengarten

Der ursprünglich als Lustgarten im 16. Jahrhundert entstandenen Garten, wurde 2010 ein neues Leben eingehaucht. Es ist österreichweit einmalig, ein sich immer wieder aktualisierende Freiluftgalerie. Neben des international renommierten Waldvierter Karikaturisten Bruno Haberzettl, stellen hier noch weitere 16 Künstlerinnen und Künstler aus ganz Europa, ihre äußerst sehenswerten Objekte aus Stein, Holz, Keramik, Eisen oder Hanf aus. In dem überaus großzügig angelegten Garten gesellen sich die künstlerischen Skulpturen neben Gehölzen, Sträuchern und Blumen. Je nach Jahreszeit präsentiert sich dieser Garten immer von seiner besten Seite und hat noch dazu die längste Trockensteinmauer Österreichs zu bewundern. Wurde der Garten durch die Grafen von Trautmannsdorf errichtet, ging dieser an die Herberstein über, die mit Bepflanzung im barocken Stil dem Garten ihr heutige Aussehen gaben. Im Laufe der Zeit wechselte die Schlossanlage öfter den Besitzer, womit auch immer wieder der Garten weitergegeben und den Bedürfnissen der neuen Besitzer angepasst wurde. Jedoch seit 1996 ist der Garten im Privatbesitz der angrenzenden Gastwirtschaft Familie Otto Schindler. Der Karikaturengarten ist am Tag frei zugänglich. Das Eintrittsgeld wird beim Eingang selbst entrichtet.[3]

 
 Karikaturengarten Brunn am Wald, Eröffnung 2010, © Andreas Krendl 2019

 

[1] Wasserschloss Brunn am Wald, https://www.tiscover.com/at/guide/5,de/objectId,SIG251698at/intern.html, (Zugriff: 17.09.2019)

[2] Richard Rauscher, Brunn am Wald – ein geschichtlicher Abriss, https://www.lichtenau.gv.at/Brunn_am_Wald_-_ein_geschichtlicher_Abriss, (Zugriff: 17.09.2019)

[3] Karikarturengarten Brunn am Wald, http://www.karikaturengarten.at/Tourismus/Sehenswuerdigkeiten/Karikaturengarten, (Zugriff: 20.10.2019)

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