Mautern - Ferdinandswarte

Favianis, wie Mautern zur römischen Zeit bereits in der ersten Hälfte des 1. Jahrhundert nach Chr. genannt wurde, war eine sehr bedeutende Römersiedlung. Hier trafen sich die Römerstraße von Melk (Namare) und St. Pölten (Aelium Cetium). Ostwärts führte die Römerstraße weiter nach Traismauer (Augustianis) und Tulln (Comagena). Erste Erwähnung im Mittelalter 899 als „Mutari“ - Mautner, Zöllner. Seit dem 10. Jahrhundert (um 972) bis 1710 eine bischöflich passauische Stadt, später ging der Besitz an die Grafen Schönborn über. 1463 wird hier zwischen Stein und Mautern die zweitälteste Brücke in Österreich über die Donau aus Holz errichtet, die älteste befand sich in Wien.[1]

Ferdinandswarte

Auf einen Felsvorsprung zur Donau in Richtung Norden, ist diese Aussichtswarte zu Ehren des Erzherzog Ferdinand von den anliegenden Gemeinden errichtet worden. Die Aussicht ist überwältigend. Links eröffnet sich die Wachau mit Dürnstein und Rossatz und in die andere Richtung Krems, Stein und Mautern. Sicherlich wurde dieser Platz bereits bei den Römern, aufgrund der guten Sichtverbindung, zur Warnung mit Rauch- und Feuerzeichen genutzt, falls feindliche Angreifer sich näherten.[2]

 
 Ferdinandswarte - Unterbergern, © Andreas Krendl 2019

 

 

[1] Franz Eppel, In: Die Wachau, S 143 ff, Salzburg 1964

[2] Ferdinandswarte in Unterbergern, http://www.bergern-dunkelsteinerwald.at/vereine-und-freizeit/ferdinandswarte/ferdinandwarte.html, (Zugriff: 04.11.2019)

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