Steinaweg / Göttweig - Altmannibründl

Die Legende erzählt, dass Altmann während seiner Jugendjahre mit Gebhard und Adalbert an dieser Quelle zusammenkam, und sie gelobten, falls sie Bischöfe werden, Klöster zu stiften. Gebhard als Erzbischof von Salzburg gründete 1074 Admont. Adalbert, Sohn des Grafen Arnold von Lambach, errichtete als Bischof von Würzburg Stift Lambach 1056 für die Benediktiner in Oberösterreich. Altmann als Bischof (*um 1015 in Westfalen - † 8. August 1091 in Zeiselmauer) von Passau gründete 1083 Göttweih (Kottewich) für Augustiner Chorherrn - das unter Bischof Ulrich 1094 in ein Benediktinerkloster umgewandelt wurde. Bei der Weihung des Klosters übergab Altmann die Gründungsurkunde an Otto, dem Vorsteher von Göttweig.[1]

 
 Steinaweg - Altmannibründl unterhalb von Stift Göttweig, © Andreas Krendl 2019

 

Adresse

Altmannistraße 63, 3511 Steinaweg

Koordinaten

48°22'0.18"N 15°35'50.18"E

Villa Betonia - Österreichs erstes Betonhaus

Architekt Carlo von Boog wurde 1854 in Magenta bei Mailand geboren, ging in Venedig zur Schule und studierte an der Technischen Hochschule in Wien. Er erbaute 1901 hier in Klein-Wien das erste Haus aus Beton. Die Villa ist zur Gänze ohne Ziegel erbaut worden und hat bereits Warmbad, Kegelbahn und eine Kläranlage. Im Garten gibt es auch noch ein Schwimmbad - alles betoniert versteht sich. Besondere Verdienste erlangte er als Baurat im Brücken- und Straßenbau im niederösterreichischen Landesdienst, sowie zeichnete er sich als Architekt des Landesklinikums Mauer und des Otto-Wagner-Spitals (Steinhof) in Wien aus. Beide Gebäude wurden zu Beginn des 20. Jahrhundert als Pavillonanlage im Jugendstil errichtet.[2]

 
 Villa Betonia in Klein-Wien, zur Gänze aus Beton von Carlo von Boog 1901 erbaut, © Andreas Krendl 2019

Adresse

Avastraße 22, 3511 Klein-Wien

Koordinaten

48°21'49.1"N 15°36'19.7"E

Avaturm

Frau Ava war die erste deutschsprachige Dichterin - zuvor wurde nur in Latein geschrieben, und Mutter zweier Söhne. Ihre Werke „Leben Jesu“ und „Johannes“ fielen in die Zeit 1120/25. Sie starb 1127 im Kloster Melk.[3] Eine Leseprobe vom „Leben Jesu“ kann im Werk „Literatur aus Niederösterreich“ von Johannes Twaroch gemacht werden.[4] Der Avaturm wurde 1492 erstmalig als Wohnturm genannt und war laut lokaler Tradition Klause der ältesten deutschsprachigen Dichterin Frau Ava.[5]

 
Avaturm, Klause der ersten deutschsprachige Dichterin in Klein-Wien, © Andreas Krendl 2019

 

[1] Verena Feichtinger – Dissertation, In: Die Gründungswelle der Augustiner Chorherrenstifte,  http://othes.univie.ac.at/46779/1/48371.pdf, S 31 ff; Monasterium - Urkunden (1058-1899) 1083 IX 09, http://monasterium.net:8181/mom/AT-StiAG/GoettweigOSB/1083_IX_09.1/charter, (Zugriff: 11.10.2019)

[2] Hinweistafel vorm Haus Avastraße 22, Paudorf 2019

[3] Heinz Otto Burger, In: Annalen der Deutschen Literatur, S 77, Stuttgart 1952

[4] Johannes Twaroch, In: Literatur aus Niederösterreich, St. Pölten-Wien 1984

[5] Hinweistafel am Avaturm, Avastraße 7, Paudorf 2019

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