Groß Sierning - Mariabründl

Rund um die Bründlkapelle gab es schon, seit der Jungsteinzeit, menschliche Besiedlungen. 1849 wurde, anstelle einer Bildsäule mit dem Bildnis der Muttergottes, diese Kapelle errichtet und 1913 vergrößert. Um 1900 sollen mehrere Heilungen erfolgt sein. Die Überlieferung erzählt von einem Pottschollacher Bauern, der seine Tiere hier trinken ließ und als einziger 1830 von der Rinderpest verschont blieb.[1]
Der Legende von diesem Bründl, aus dem Buch, „Im Reich des Einhorns, Sagen und Märchen aus dem Dunkelsteinerwald“,  berichtet folgendes: „Einst hütete ein blinder Hirte seine Herde südwestlich des Dorfes. Dürre ließ die Brunnen versiegen und die Weiden blieben kurz. Eines Nachmittags wünschte der Blinde seinen Tieren eine erfrischende Quelle und lauschte ins Land. Dabei vernahm er ein Plätschern und die leise Musik der Nymphen. Die Kühe folgten der Witterung und löschten ihren Durst. Der Hirte kühlte Haupt und Augenlieder und versank in einen tiefen Schlaf. Als er erwachte, sah er und berichtete im Ort von der wundersamen Heilung. Fortan horchte er, wenn er Menschen zuhörte, in Demut auf die Melodie ihrer Stimmen.“ [2]

 
Groß Sierning Mariabründl, © Andreas Krendl 2019

 

Adresse

Bründlstraße 568/1, 3384 Groß Sierning

Koordinaten

48°11'14.04"N 15°27'17.79"E

 

[1] Siegrid Hirsch, Wolf Ruzicka, In: Heilige Quellen Niederösterreich und Burgenland, S 52, Linz 2002

[2] Ingrid Loibl und Roswitha Sirninger, Im Reich des Einhorns - Sagen und Märchen aus dem Dunkelsteinerwald, S 56, Weitra 2016

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