{"id":115,"date":"2016-02-17T20:03:39","date_gmt":"2016-02-17T19:03:39","guid":{"rendered":"http:\/\/h2online.at\/wordpress\/?page_id=115"},"modified":"2024-06-12T12:17:36","modified_gmt":"2024-06-12T10:17:36","slug":"kunstreferenten","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/h2online.at\/wordpress\/kunstreferenten\/","title":{"rendered":"Kunstreferenten"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td> <p align=\"justify\">Eigentlich kann er das nicht so ausdr\u00fccken, was er f\u00fchlt und denkt, es f\u00e4llt ihm nicht leicht, alles das zu sagen, was ihm im Herzen und auf der Zunge liegt, um sich darzustellen. Er spricht mit und aus seinen Bildern. Erst mit diesen tritt seine Person und seine Befindlichkeit, sein \u00bbHintergrund\u00ab hervor und heraus.<\/p> <img loading=\"lazy\" width=\"669\" height=\"671\" class=\"wp-image-109\" style=\"width: 150px;\" src=\"https:\/\/h2online.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/akte2013_03_29_0014-Kopie-e1455734962224.jpg\" alt=\"\"><\/td><\/tr><tr><td> <p align=\"justify\">Eigentlich schon fr\u00fch &#8211; wie immer bei K\u00fcnstlern von Kindheit auf &#8211; zeigte sich das Talent in den Interessen, in den Neigungen, in den \u00dcbungen. Von der famili\u00e4ren Situation her &#8211; einfache Arbeiterfamille, mit nicht allzu gro\u00dfem Wohlstand gesegnet &#8211; wer das Erlernen eines \u00bbBerufs\u00ab, Anliegen und Vorbehalt der elterlichen Erziehung. Aber als ausgelernter Tischler wagt Karl Krendl den Sprung aus der Sicherheit in das Risiko, zun\u00e4chst noch neben der handwerklichen Arbeit die k\u00fcnstlerische Ausbildung und schlie\u00dflich der Schritt in die Selbst\u00e4ndigkeit eines \u00bbFreischaffenden\u00ab. Es war dies ein lang und gut \u00fcberlegter Schritt, der ihn jedoch frei machte f\u00fcr das, was ihm als sein Lebensinhalt vorschwebte und mit dem er sich v\u00f6llig seinen Intentionen einbringen konnte.<\/p> <\/td><\/tr><tr><td>\n<p align=\"justify\">In der k\u00fcnstlerischen Ausbildung hat sich Karl Krendl in vielen Versuchen \u00fcber alle Techniken an \u00bbseine\u00ab Art darzustellen herangetastet, Es ist nun im Wesentlichen die collagenartige Mischtechnik von Acryl auf Leinen. Es ist eine Form zu malen, die seiner handwerklichen Erfahrung genauso entgegen kommt wie seinem k\u00fcnstlerischen Talent. Ein Bild entsteht dabei nicht in einem Wurf, sondern in \u00fcberlegter Vorbereitung aus dem realen Erleben und dem Vorbereiten in Skizzen und Entw\u00fcrfen bis hin zur abstrakten Darstellung. Auch bei Auftragsarbeiten bleibt er seiner \u00bbTechnik\u00ab treu &#8211; egal in welcher Darstellung &#8211; ein Krendl ist daher unverkennbar.<\/p>\n<\/td><\/tr><tr><td> <p align=\"justify\">Grundtenor seiner Bilder ist die Natur, die sch\u00f6ne, die ausgeglichene, die \u00e4sthetische, die formvollendete Natur. In kr\u00e4ftigen Farben, mehr und mehr abstrahierend, bleibt sie stets in Manier und Eigenart erkennbar, Die Fassung ist \u00fcberlegt und nicht spontan, man merkt die Verbundenheit oder auch die Auseinandersetzung mit dem \u00bbInhalt\u00ab. Auch ideelle, nicht greifbare Themen werden in offenbar l\u00e4ngerem Abw\u00e4gen malerisch kr\u00e4ftig umgesetzt, sei es auf der Leinwand, auf der Hauswand oder mit Sinnspr\u00fcchen f\u00fcr den Druck in der Marterlchronik. Diese teils auch bewusst in die \u00d6ffentlichkeit getragene Kunst zeigt die Verbundenheit mit der Gemeinschaft, mit Freunden, mit dem Ort, Karl Krendl ist nicht der versponnene K\u00fcnstler, der abgehoben in sch\u00f6ngeistigen Welten sucht, er ist ein Mensch, der sich in seinen Bildern ausdr\u00fcckt und, obwohl er von seiner Kunst und seinem Talent leben muss, seinen Prinzipien treu bleibt.<\/p>Dr. Gerhard Flo\u00dfmann <\/td><\/tr><tr><td>&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td> <p align=\"justify\">Der Raum in der Nussschale<br>&#8220;Put a space in a nut shell&#8221;<br>A portrait of the Artist as a Young Man, <span style=\"font-family: inherit; font-size: inherit; font-weight: inherit;\">James Joyce<\/span><\/p> <img loading=\"lazy\" width=\"1677\" height=\"2633\" class=\"wp-image-133\" style=\"width: 150px;\" src=\"https:\/\/h2online.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/11_nov_2006-Kopie.jpg\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/h2online.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/11_nov_2006-Kopie.jpg 1677w, https:\/\/h2online.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/11_nov_2006-Kopie-191x300.jpg 191w, https:\/\/h2online.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/11_nov_2006-Kopie-768x1206.jpg 768w, https:\/\/h2online.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/11_nov_2006-Kopie-652x1024.jpg 652w, https:\/\/h2online.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/11_nov_2006-Kopie-588x923.jpg 588w\" sizes=\"(max-width: 1677px) 100vw, 1677px\" \/><br><\/td><\/tr><tr><td>\n<p align=\"justify\">Wir haben uns kennen gelernt im Ledererhaus, einem kleinen, festen, mittelalterlichen Haus mit einem sonnendurchfluteten gro\u00dfen Garten. Es waren wundervolle Tage, in denen das gemeinsame Einrichten der Ausstellung mit den Malerkollegen schon fast weniger wichtig erschien als die Pausen und Diskussionen auf dieser Sonneninsel, im sonnendurchfluteten warmen, wilden Garten mit seinen gro\u00dfen alten Obstb\u00e4umen, seinen bunten Blumen und dem wild bl\u00fchenden Gestr\u00e4uch. Die Reise in die Wirklichkeit hatte ihren Anfang genommen.<\/p>\n<\/td><\/tr><tr><td>\n<p align=\"justify\">&#8220;Claritas&#8221;, im Sinn des Thomas von Aquin, hei\u00dft nicht nur Klarheit des Ausdrucks, sondern bedeutet vielmehr das Durchscheinen der Idee, des Wesens, der Essenz eines Kunstwerkes. Seine Aura, die eigentliche \u00dcbermittlung, den Transfer.<\/p>\n<\/td><\/tr><tr><td>\n<p align=\"justify\">Karl Krendls Bilder sind im ersten oberfl\u00e4chlichen Eindruck verwirrend. Die dynamische Verworrenheit hat jedoch Methode, sonst w\u00fcrde er sie nicht solange durchgehalten haben. In \u00e4u\u00dferster Konzentration und Stille entstehen seine existenziellen Bilder. Man f\u00fchlt sich dem d\u00e4monischen Zauber des Dschungels ausgesetzt, in dem man sich tags\u00fcber unter Palmen f\u00fchlt wie in einem Garten von reichen Obstb\u00e4umen und lauscht den Ger\u00e4uschen des Dschungels, dem fernen Trommeln der Teufelsbeschw\u00f6rer am gl\u00fchenden Lagerfeuer, im D\u00e4mmern der untergehenden Sonne.<\/p>\n<\/td><\/tr><tr><td>\n<p align=\"justify\">Nun ist die Wahrnehmung eines Bildes nicht nur ein instinktives Erfassen. Sie ist bei eingehender Lesart ein Akt analytischer und reflektierender Erfahrung. Sozusagen ist Schule des Sehens ein Vorgang: work in progress. Das Denken, das wei\u00df ich aus vielen Gespr\u00e4chen, ist eher einfach, jedoch immer beschleunigt durch Agglomeration von Wirklichkeit und Philosophie, fern &#8211; und nahasiatischer zumal. Er muss einfach schaffen, wirken, bilden, ausdr\u00fccken, da ist er Europ\u00e4er. Andererseits hat er in vielen Gespr\u00e4chen vermittelt, dass er Transzendenz, Spiritualit\u00f6t und Geistigkeit vermitteln m\u00f6chte. In Wahrheit ist er nat\u00fcrlich ein religi\u00f6ser Mensch. In diesem Zusammenhang bezieht er sich nicht nur auf die fern- und nah\u00f6stlichen Philosophien und Religionen, sondern er bringt auch gern den Maler EI Greco ins Spiel.<\/p>\n<\/td><\/tr><tr><td>\n<p align=\"justify\">Thomas &#8220;lntegras&#8221; w\u00e4re f\u00fcrs erste schnell erledigt, k\u00f6nnte man das Bild als Gesamtheit meinen, abgegrenzt vom Ausstellungsraum, dem Ort, Mensch und der Katologfl\u00e4che. Da sieht man unverwechselbare Krendlmalerei. Mit Pinsel, Spachtel und Fingerschlieren und manchen Wischern mit gr\u00f6\u00dferen Instrumenten. Ab- und zurinnende Farbe, Blasenbildung. Die Hitze? Die tiefer liegende G\u00e4rung? Sicher ein auf sich selbst zugeschnittener Kanon des Action Painting! Ein Dschungel von Farben, Linien und Fl\u00e4chen und Figurationen. Nicht einmal &#8220;Der Hahn&#8221; ist hier eine Ausnahme.<\/p>\n<\/td><\/tr><tr><td> <p align=\"justify\">Als unauswechselbarer Krendl stellt sich die Integrit\u00e4tt des Kunstwerks dar. Man hat sich an ihn gew\u00f6hnt. Er hat sich sein Bild erarbeitet und erworben. Mit konzentrierten Pinselz\u00fcgen setzt er Zeichen seines Lebens, die sich in einem polaren Spannungsfeld abspielen, und realisiert auf diese Weise elementare Bewegungen der Natur selbst, Leben und Tod, Starres und Bewegliches, Geben und Empfangen, Bergen und Bedrohen, M\u00e4nnliches und Weibliches, Innen und Au\u00dfen. Strukturierung und plastische Betonung der Farbe verleihen den \u00d6lbildern eine zus\u00e4tzliche Bewegungsintensit\u00e4t und sie erscheinen so als farbige Organismen, deren Bewegungsrichtung sowohl in der Fl\u00e4che, als auch in den dreidimensionalen Raum gerichtet ist. Krendl ist ein \u00fcberaus sorgsamer Arbeiter und Handwerker gewiss, aber auch immer einer der Sinnlichkeit der Materie, der Stoffe, und hat seinen Bildern mit solcher Transzendenz eine Bestimmung mitgegeben, eine G\u00fcltigkeit f\u00fcr das Irdische.<\/p> <img loading=\"lazy\" width=\"2098\" height=\"2642\" class=\"wp-image-138\" style=\"width: 150px;\" src=\"https:\/\/h2online.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/04_apr_2006-Kopie.jpg\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/h2online.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/04_apr_2006-Kopie.jpg 2098w, https:\/\/h2online.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/04_apr_2006-Kopie-238x300.jpg 238w, https:\/\/h2online.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/04_apr_2006-Kopie-768x967.jpg 768w, https:\/\/h2online.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/04_apr_2006-Kopie-813x1024.jpg 813w, https:\/\/h2online.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/04_apr_2006-Kopie-588x740.jpg 588w\" sizes=\"(max-width: 2098px) 100vw, 2098px\" \/><\/td><\/tr><tr><td>\n<p align=\"justify\">Um zur &#8220;Consonanz&#8221; zu kommen geht es an die Formelemente und deren Zusammenspiel. Da sind zun\u00e4chst heftige Striche, graphisch, farbig. Leinwandquer, Papierquer, nicht gleich einem durchschaubaren Ordnungsprinzip folgend. Kritzeleien, Krakel, Nervosit\u00e4t. Farbige Schraffuren, durchaus auch im Hintergrund, schaffen eine mittlere Bildebene, die in die Tiefe geht. Etwa wie die leicht verschobene Perspektive der Gewichtung des Instrumentariums bei Jackson Pollock. Farbfl\u00e4chen tauchen auf, bewirken das Entstehen des Bildes, beruhigen die Hektik. R\u00e4umliche Figuren entstehen, in den Zwischenebenen Bewegungen, Dynamik als farbendichtes Bildzentrum. Der Himmel, eine umgest\u00fclpte Wiese. Das Chaos wird lesbar, als eigene oder andere Erlebniswelt. Die &#8220;Consonantia&#8221;, das Zusammenspiel der Elemente, zeigt Wirkung.<\/p>\n<\/td><\/tr><tr><td>\n<p align=\"justify\">Die Lehre des Thomas, wie die Malerei, fu\u00dfen auf der Lehre vom Licht. K\u00f6rper strahlen Licht ab, Farben nehmen es auf und reflektieren durch ihre Substanz eine Erscheinungsform des sichtbaren Lichtes. Thomas unterscheidet zwischen sichtbarem Licht und geistigem Licht, zwischen geistiger und k\u00f6rperlicher Claritas, Krendls Malerei t\u00e4uscht K\u00f6rper, Fl\u00fcche und Raum vor. Nicht nur seine Die Illusion dient der Illumination des Auges. Das Miteinander und Gegeneinander der Teile ist wesentlich gebunden an den Begriff der Ordo, der Ordnung. Sie stellt Form und Struktur, selbst wenn sie ungeordnet erscheint.<\/p>\n<\/td><\/tr><tr><td>\n<p align=\"justify\">Denken ,wir uns ein Bild als strukturiertes Licht, so ist der Urquell nur auf Umweg\u00e4n sichtbar, er wird uns deutlich durch Reflektionen und Brechungen. Ordnungen m\u00fcssen nicht unbedingt mit geraden Linien und vollendeten K\u00f6rpern zu tun haben. Krendls Bilder irritieren nur scheinbar, ihren inneren Glanz er\u00f6ffnen sie erst dem in sich ruhenden Betrachter. Sie erschlie\u00dfen sich kontomplativ und verschlie\u00dfen sich wieder in der zuf\u00e4llig initiierten Assoziation des Betrachters.<\/p>\n<\/td><\/tr><tr><td> <p align=\"justify\">Auf der Findung nach seinem Verh\u00e4ltnis zum Raum arbeitet der Maler konsequent seiner Erweiterung und Vertiefung und ist in den gro\u00dfformatigen Werken und Strukturen gelangt, die in der Verklammerung mit der Durchschreitbarkeit zu einem eigenen neuen Freiraum wurden. Aber wurden nicht auch die gotischen Kathedralen zum Beginn des Jahrtausends wie von innen zusammenwachsende B\u00e4ume gesehen, die Klarheit des Au\u00dfen- und Innenk\u00f6rpers mit Ornamenten, Tieren und Fabelwesen \u00fcberzogen, gedeckt, die das Licht durch gl\u00e4serne Ornamente im Raum brechen l\u00e4sst, um damit eine Kosmogonie der Sch\u00f6pfung dem Menschen anschaulich vorzustellen?<\/p> <img loading=\"lazy\" width=\"2163\" height=\"2679\" class=\"wp-image-140\" style=\"width: 150px;\" src=\"https:\/\/h2online.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/07_jul_2006-Kopie.jpg\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/h2online.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/07_jul_2006-Kopie.jpg 2163w, https:\/\/h2online.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/07_jul_2006-Kopie-242x300.jpg 242w, https:\/\/h2online.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/07_jul_2006-Kopie-768x951.jpg 768w, https:\/\/h2online.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/07_jul_2006-Kopie-827x1024.jpg 827w, https:\/\/h2online.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/07_jul_2006-Kopie-588x728.jpg 588w\" sizes=\"(max-width: 2163px) 100vw, 2163px\" \/><\/td><\/tr><tr><td>\n<p align=\"justify\">Put all space in a nut shell &#8211; Birg alle Natur in einem Bild! So k\u00f6nnte die Obsession des Karl Krendl gedeutet werden. Und es ist nicht die geordnete Natur und deren Licht die er uns vorstellt. F\u00fcr mich ist er ein Maler der Natur. Er malt nicht nach der Natur. Er I\u00e4sst sich von ihr inspirieren. Wo immer. Er bringt die Essenz der verloren geglaubten Natur wieder ein. Und das ist gut in einer Welt, die am Artefakt des Menschen zugrunde zu gehen droht. Es ist meine Welt, meine Sehnsucht. Eine gro\u00dfartige Geste des Wunsches noch Durchl\u00e4ssigkeit, die sich nicht fixieren l\u00e4sst.<\/p>\n<\/td><\/tr><tr><td> <p align=\"justify\">Seinen Gem\u00e4lden eignet die Unertr\u00e4glichkeit lustvoller Leidenschaften, aus denen neues Leben, neue Malerei mit neuer Vitalit\u00e4t erf\u00fcllt wird, Hier erweist sich die qualitativ hochwertige Zeichnung als meditativer Reinigungsprozess, der zu l\u00e4utern versteht. Krendl setzt in seinem k\u00fcnstlerischen Anliegen, seinem leidenschaftlichen Engagement den Dingen zu begegnen, auf die meditative Kraft stillen Bilderlebens, das in der besinnenden Anschauung oft zu mehr Einsicht f\u00fchrt, als k\u00fchle Rationalit\u00e4t. So st\u00fcrzt er sich permanent in Phasen ununterbrochener Arbeit. Kunst &#8211; Malerei ist hier nicht als Endpunkt einer Erfahrung begriffen, sondern als deren st\u00e4ndiger Fluss. Die Vertreibung aus dem Paradies dauert so lange an, wie wir es wollen. Williaim Blake hat einmal gesagt: Mir werden zu dem was wir sehen&#8221;. Wir haben allerdings auch die Chance, das zu Sehende selbst zu gestalten. Keiner von uns wei\u00df, wann er einmal heimkehren kann, in sein Paradies, und ob der Friede einkehren wird auf der Sonneninsel.<\/p><\/td><\/tr><tr><td>Doch aus dem fernen Garten in der Sonne trage ich das Gef\u00fchl von damals unausl\u00f6schlich in mir. Und es wird wahr, wenn ich Karl Krendls Bilder ansehe.<br>Dr. Erich R. Heller Kunsthistoriker<\/td><\/tr><tr><td>&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>To bless this region, its vendages, and those<br>Who call it home: though one cannot always<br>Remember exactly why one has been happy,<br>There is no forgetting, that one was.<br>W.H. Auden (in Kirchstetten)<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eigentlich kann er das nicht so ausdr\u00fccken, was er f\u00fchlt und denkt, es f\u00e4llt ihm nicht leicht, alles das zu sagen, was ihm im Herzen und auf der Zunge liegt, um sich darzustellen. Er spricht mit und aus seinen Bildern. Erst mit diesen tritt seine Person und seine Befindlichkeit, sein &#8230;<\/p>\n<p> <a class=\"continue-reading-link\" href=\"https:\/\/h2online.at\/wordpress\/kunstreferenten\/\"><span>Continue reading<\/span><i class=\"crycon-right-dir\"><\/i><\/a> <\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"templates\/template-onecolumn.php","meta":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/h2online.at\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/115"}],"collection":[{"href":"https:\/\/h2online.at\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/h2online.at\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/h2online.at\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/h2online.at\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=115"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/h2online.at\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/115\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":386,"href":"https:\/\/h2online.at\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/115\/revisions\/386"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/h2online.at\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=115"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}